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HD - Röntgen

 

Wie wohl alle Züchter bitten auch wir unsere Welpenkäufer, ihren Hund im Alter zwischen 12 u. 18 Monaten auf Hyftdysplasie röntgen zu lassen. HD ist eine erbliche Fehlstellung der Hüftgelenke, die v.a. bei großen Hunderassen vorkommt und die auch bei der Verpaarung phänotypisch gesunder Elterntiere vorkommen kann.

Hund mit der Bewertung A1 u. A2 (HD-frei) bzw. B1 u. B2 (Grenzfall) dürfen voll belastet bzw. zur Zucht eingesetzt werden. Auch Hunde mit der Bewertung C1,C2 (leichte HD) müssen noch keinerlei Beschwerden haben. Es folgen D1,D2 (mittlere HD), E1, E2 schwere HD.

 

(Eine ähnliche Bewertung gibt es für die ED-Untersuchungen, auf die ich hier jetzt nicht eingehe, weil die Ellenbogendysplasie beim Airedale seltener vorkommt und ich schon froh wäre, wenn mehr Hunde HD-geröntgt werden. )

 

Bei der Abgabe der Welpen sind meistens alle Hundebesitzer noch guten Willens ihre Hunde röntgen zu lassen. Wie kommt es, dass nach Ablauf eine Jahres dann doch nur sehr wenige Hund untersucht werden?

Meines Erachtens gibt es dafür im Wesentlichen zwei Gründe.

  1. Die Kosten
  2. Die Furcht vor der Narkose

Es ist leider nicht zu leugnen, dass die Preise für das HD-Röntgen in der letzten Zeit rapide gestiegen sind. Aus eigener Erfahrung in zwei röntgenerfahrenen Tierarztpraxen bin ich immer von ca. 90.- € ausgegangen. Offenbar sind aber Preise bis 150.-€ aber keine Seltenheit mehr.

Da auch nicht jeder beliebige Tierarzt Erfahrung im HD-Röntgen hat (falsche Lagerung kann z.B. zu verfälschten Ergebnissen bzw. zur Notwendig der Wiederholung einer Aufnahme führen), sollte man sich vorab unbedingt genau über die Qualifikation des Tierarztes und die zu erwartenden Kosten informieren.

Zu den Röntgenkosten kommen noch die Kosten für das Gutachten des KfT und die Eintragung in die Ahnentafel von momentan 36.-€ hinzu.

Manche Hundebesitzer fürchten auch Schäden durch die Narkose bzw. Röntgenstrahlung. Diese können,vergleichbar der Humanmedizin, nicht völlig ausgeschlossen werden, sind aber heutzutage extrem selten.

Zu meinem Erstaunen habe ich in mehreren Fällen berichtet bekommen, dass Tierärzte regelrecht vom HD-Röntgen abraten. „Das nützt doch nur dem Züchter“, oder „Warten Sie doch, bis ihr Hund sowieso mal in Narkose gelegt werden muss.“ Das war es dann meistens.

Wenn aber umgekehrt ein Hund mit Hüftproblemen zum Tierarzt kommt, heisst es schnell, der ist von einem schlechten Züchter.

 

Fakt ist, dass es schlichtweg unmöglich ist, HD-freie Hunde zu züchten, wenn die Nachkommen nicht oder nur sporadisch geröntgt werden. Auch über mehrere Generationen nachweislich gesunde Elterntiere können u. U. HD vererben. Wenn sich solche Fälle z.B. bei den Nachkommen eines Deckrüden häufen, wird dieser kaum noch zum Einsatz kommen. Umgekehrt möchte auch ein Rüdenbesitzer einen Überblick haben, wie die seinem Rüden zugeführte Hündin bisher vererbt hat. Aber wenn von 12 Welpen zwei geröntgt werden ist das definitiv nicht genug. Der Käufer eines gesunden Welpen profitiert also ganz wesentlich von der Bereitschaft früherer Welpenkäufer, ihren Hund untersuchen zu lassen.

 

Nicht zuletzt ist es auch für den Hundebesitzer wichtig zu wissen, ob sein Hund voll belastbar ist. Manche Hundesportvereine verlangen heute schon einen Nachweis über HD bzw. ED- Freiheit.

Deshalb meine Bitte an alle Junghundbesitzer: Lassen Sie Ihren Hund bei einem erfahrenen Arzt röntgen. Und bitte fordern Sie vorher beim KfT das entsprechende Formular an, damit das Ergebnis veröffentlicht werden kann (Tel. 06107/7579-0).

Allen Tierärzten wäre ich dankbar, wenn sie seriösen Züchtern mehr Unterstützung signalisieren würden, vielleicht auch durch die Preisgestaltung. Das wäre auch ein kleiner Beitrag, um fabrikmäßigen Massenvermehrern entgegen zu wirken.

 

 

 

 

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